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Allgemeine Informationen

Umbau/Abriss

Magdeburger Volksstimme 16.02.2004

"Umbau Ost" in Startlöchern: Von Parkplatz bis Pumpwerk

Stadt will 7 Millionen Euro in Aufwertungsprojekte stecken / Schwerpunkt Altstadt, Neu-Olvenstedt und Südost.

Magdeburg - Das von Bund und Ländern beschlossene "Stadtumbau Ost"-Programm geht in das dritte Jahr: Die Stadt erhofft sich eine Millionenspritze, um bis 2008 über 5400 dauerhaft leer stehende Wohnungen abreißen zu können. Doch nicht nur Abriss, auch Projekte zur "Aufwertung" werden aus dem Programm unterstützt. Davon profitieren sollen insbesondere die Altstadt, Neu-Olvenstedt und Südost. 7 Millionen Euro wird das in den nächsten Jahren kosten.
 

Ob Abwasserrohre, die überflüssig geworden sind, ob leere Geschäfte, in denen nie wieder eine Verkäuferin hinter dem Ladentisch steht, oder Schul- und Sportstätten, die seit Jahren keinen Handwerker gesehen haben - "Stadtumbau Ost" ist ein gewaltiges Unterfangen und wird auch in Magdeburg viele Gesichter haben. Neben dem Abriss von 5444 Wohnungen bis 2008 will die Stadt in fünf Gebieten Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 7 Millionen Euro in Angriff nehmen. Der Stadtrat hat in seiner Januar-Sitzung einen Katalog beschlossen, der so genannte Aufwertungsmaßnahmen für Neu-Olvenstedt, Altstadt, das Neustädter Feld, Nord und Südost plant. Dabei verfährt die Stadt nach dem Prinzip "Entwicklung von innen nach außen". Soll heißen: Während beim Abriss der Stadtteil Neu-Olvenstedt klarer Schwerpunkt ist ("Rückbau" von 3570 Wohnungen), soll die Altstadt den größten Anteil an Geldern für Aufwertungsprojekte erhalten. (40 Prozent, gefolgt von Südost und Neu-Olvenstedt mit jeweils 21 Prozent).
 

Weit vorn auf der Prioritätenliste für die Altstadt: die Kaserne Mark. Möglichst bis zum Stadtjubiläum 2005 soll der erste Bauabschnitt geschafft sein. Insgesamt 210000 Euro will Magdeburg bis dahin in die Kulturfestung investieren. Weitere Projekte für die Altstadt: Bau einer Parkpalette in der Großen Steinernetischstraße, Teilsanierung der Freizeitfläche Hegelstraße und ein Lückenschluss in der Regierungsstraße 19-23: die Wohnungsbaugenossenschaft Stadtfeld e. G. will hier ein Wohn- und Geschäftshaus errichten (in Einzelfällen unterstützt das Förderprogramm aus städtebaulichen Gründen auch Neubauten). Der Uni-Platz taucht ebenfalls auf - mit einem Kunstkonzept. Allerdings an letzter Stelle für die Altstadt. Geld, das für Neu-Olvenstedt fließt, soll u. a. in den Abriss leerer Geschäfte und Kindereinrichtungen im Rennebogen gesteckt werden. Die Städtischen Werke müssen außerdem alte Versorgungsleitungen aus dem Erdreich holen. Die Demontage nicht mehr benötigter Wasserleitungen ist auch im Neustädter Feld notwendig. Die SWM wollen zugleich das Abwasserpumpwerk Thietmarstraße modernisieren. Im Südosten sollen Stadtumbau-Gelder für die Sanierung des Sportkomplexes Tonschacht, der Grundschule Salbke und der Kapelle auf dem Westerhüser Friedhof eingesetzt werden. In Nord will die TLG das Bürogebäude J.-R.-Becher-Straße 56 abreißen. Eine Grünfläche ist geplant.
 

Zum Nulltarif ist das alles für Kommune und Eigentümer nicht zu haben: Mit einem Drittel muss sich die Stadt an der Fördersumme beteiligen. Bund und Land geben je ein weiteres Drittel dazu. Beantragt sind die Finanzspritzen schon seit Herbst beim Land: 4,66 Millionen Euro für den vom Stadtrat verabschiedeten Katalog. Rund 2,3 Millionen Euro sind aus dem kommunalen Haushalt dafür eingeplant. Nur: grünes Licht vom Land, das gibt es noch nicht. In den vergangenen zwei Jahren kam das Geld erst sehr spät, teils im November, und es war auch weit weniger als erwartet. "Wir sitzen in den Startlöchern", sagt Christiane Mai, Stadtumbau-Beauftragte im Planungsamt.

Autor: Jana Wiehe (Magdeburger Volksstimme)

 

Stadt Magdeburg Pressemeldung vom 09.01.2004

Der Stadtrat beschloss den Förderrahmen für das Programmjahr 2004. Im Programm zum Abriss und Rückbau dauerhaft leer stehender Wohnungen beantragt die Stadt im Programmjahr 2004 Fördermittel für den Abriss/Rückbau von 5.444 Wohnungen. Schwerpunkt ist dabei Neu-Olvenstedt, wo 3.570 Wohnungen abgerissen werden sollen. Das dafür notwendige Finanzvolumen liegt bei knapp 32 Mio. Euro, 18,7 Mio. Euro Fördermittel aus dem Förderprogramm wurden beantragt.
Für die städtebauliche Aufwertung von Wohngebieten werden im Programmjahr rund 11 Mio. Euro veranschlagt, davon 2,3 Mio. Euro Eigenmittel der Stadt. Durch das Förderprogramm sollen z.B. Grünanlagen und Freiflächen gestaltet sowie überdimensionierte Versorgungseinrichtungen zurück gebaut werden.

 

Stadt Magdeburg Stadtumbau in Magdeburg

Auszug aus dem Informationsblatt I/2003 zum Stadtumbau in Magdeburg (Juli 2003)

Vorwort der Herausgeber

Zum ersten Mal haben Sie heute eine neue Zeitung in den Händen. Sie ist ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau Ost. Das Redaktionsteam, dass sich aus den Vorständen der Magdeburger Wohnungsunternehmen und der Stadtverwaltung zusammensetzt, hat sich zum Ziel gesetzt, in den vierteljährlich erscheinenden Ausgaben über aktuelle Projekte des Stadtumbaus zu informieren. Sie soll aber auch gleichzeitig eine Gesprächsplattform zum Thema Stadtumbau für alle Einwohner der Stadt bieten und damit ein weiterer Schritt in Richtung Transparenz des Stadtumbauprozesses sein. Bisher wurde das mit den Wohnungseigentümern gemeinsam entwickelte Konzept zum Stadtumbau der Öffentlichkeit in Bürgerversammlungen vorgestellt. Die Diskussionen mit den Bürgern zum Thema Wohnungsleerstand und Stadtentwicklung waren dabei von harten kontroversen Auseinandersetzungen bis zu Einsicht und Verständnis, ja bis zu schöpferischer Mitarbeit geprägt. Immer aber ührten sie dazu, Ängste und Missverständnisse abzubauen.

Notwendig sind die städtebaulichen Umstrukturierungen durch die stark rückläufige Bevölkerungsentwicklung der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Einwohnerzahl sank seit 1990 um rund 50.000 auf 230.000 Einwohner. Eine Folge ist der Leerstand von derzeit ca. 30.000 Wohnungen. Dies entspricht 22% des Wohnungsbestandes. Mit Hilfe des Stadtumbauprogramms sollen diese Missstände beseitigt und eine Verbesserung der Wohnverhältnisse erreicht werden.

Das Redaktionsteam würde sich freuen, wenn die Beiträge im Informationsblatt zu mehr Verständnis des Stadtumbauprozesses beitragen.

 

Städtebauliches Leitbild zum Stadtumbau

An dieser Stelle wollen wir Ihnen das Leitbild zur weiteren städtebaulichen Entwicklung der Landeshauptstadt Magdeburg vorstellen. Das städtebauliche Leitbild bestimmt die gesamtstädtische Herangehensweise des Stadtumbaus und gibt den Handlungs- und Orientierungsrahmen für die städtebauliche Entwicklung vor. Zielstellung des städtebaulichen Leitbildes ist es u.a., die Angleichung zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt herzustellen. Dazu muss das Wohnungsüberangebot im Geschosswohnungsbau sozial verträglich und städtebaulich sinnvoll um 20.000 Wohnungen reduziert und gleichzeitig damit Stadtstrukturen aufgewertet werden. Die sich im neuen Fenster öffnende Grafik verdeutlicht die Einteilung der Stadtteile in die verschiedenen Entwicklungsbereiche: den Stadtkern, die Stadtgebiete des ersten Rings und die des zweiten Rings.

Der Stadtkern mit der Altstadt, mit seiner überregionalen Bedeutung, ist für die Stadt die wichtigste zu erhaltende Struktur. Die Altstadt ist einerseits bedeutend für den Tourismus, andererseits befinden sich hier alle Nutzungen, sei es Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel, Kultur, u.v.m.. Dies ist ein grobes Potenzial für eine vitale Stadt mit multifunktionaler Nutzung. Das Ziel für die Altstadt ist, die alten Baustrukturen und die Wohnfunktion zu erhalten und zu stärken. In begründeten Fällen kann es zu punktuellen Abrissmaßnahmen kommen, wenn dadurch städtebauliche Missstände behoben oder neue Qualitäten geschaffen werden. So bereits geschehen mit dem Abriss des Marietta-Blocks und der nun nachfolgenden Bebauung. Eine städtebauliche Aufwertung muss z.B. der Bereich Regierungsstraße erfahren.

Der 1. Ring des städtebaulichen Leitbildes setzt sich aus den innenstadtnahen Wohnquartieren zusammen. Hier sind vor allem die klassischen und traditionellen Wohngebiete gemeint, die zu einem großen Teil aus Altbausubstanz bestehen. Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das städtebauliche Entwicklungsziel für diese innenstadtnahen Stadtteile ist auch hier die weitere Sanierung und Aufwertung der Wohnquartiere sowie die Durchführung von Abriss und Rückbau insbesondere von Seiten- und Hinterhäusern. Im Jahr 2002 wurde in den Stadtteilen Neue Neustadt, Sudenburg und Stadtfeld West schwerpunktmäßig gefordert. Schwerpunktgebiete für das Jahr 2003 sind die Stadtteile Neue Neustadt und Sudenburg.

Der 2. Ring besteht aus komplexen Großwohnsiedlungen, wie dem Neustädter Feld oder Neu Olvenstedt und weiterhin aus Randzonen und Sonderformen. Hierzu zählen die ehemaligen Dorflagen, die sich, wie in Diesdorf oder Ottersleben, eines enormen Einfamilienhauszuwachses erfreuen. Hier gibt es kaum eine Leerstandsproblematik. Auf der anderen Seite stehen die durch die Industrialisierung stark überformten Dorflagen wie Rothensee, Salbke, Fermersleben und Westerhüsen. Mit einem Leerstand von bis zu 40 % stehen sie vor einem gewaltigen Umwandlungsprozess. Mit Hilfe der Internationalen Bauausstellung (IBA) sollen hier Lösungsansätze zur Aufwertung der Bereiche entwickelt und umgesetzt werden.

Ähnlich verhält es sich in den Großwohnsiedlungen. Als komplexe Siedlungen auf der grünen Wiese gebaut und mit eigenen Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen, wie Handel, Kindergarten und Schulen ausgestattet, ist hier ein Leerstand von bis zu 30% der Wohnungen zu verzeichnen, mit zunehmender Tendenz. Die Chancen der Großwohnsiedlungen liegen in der Reduzierung und Auflockerung der vorhandenen Bebauung. Jeder Stadtteil soll dabei in seinem Kernbereich erhalten bleiben. Hier konzentrieren sich die Funktionen. In den Randbereichen werden durch größeren Abriss neue Freiflächen geschaffen. Die Übergangsbereiche bieten Möglichkeiten, durch geschossweisen Rückbau neue kinderfreundliche oder altengerechte Wohnformen zu schaffen.

 

Umsetzung des Stadtumbaus

Die Umsetzung des Stadtumbaus liegt in den Händen der Wohnungsunternehmen und Vermieter. Sie treten als Hauptakteure in Erscheinung. Wenn Sie Fragen zu Ihrem Wohnblock oder Ihrer Straße haben, wenden Sie sich an Ihr Wohnungsunternehmen. Diese bieten ihren Mitgliedern Hilfestellung und Unterstützung und sind Ansprechpartner in allen Fragen der Koordination und Umsetzung des Stadtumbaus. Besuchen Sie die Bürgerversammlungen in Ihrem Stadtteil und informieren Sie sich in unserem gemeinsamen FORUM STADTUMBAU.

 

Aus den Stadtteilen

In den nächsten Ausgaben werden aktuelle Projekte der Wohnungsunternehmen vorgestellt. Diese sollen das Spektrum der Möglichkeiten des Stadtumbaus verdeutlichen und Mut machen bei der Mitwirkung der Gestaltung des Wohnumfeldes.

Im Neustädter Feld wird der Stadtumbau wie an keiner anderen Stelle in Sachsen-Anhalt vorangetrieben. Abriss, Rückbau und Aufwertung sind auf einen Blick und sogar in einer Straße erkennbar und verdeutlichen den Veränderungsprozess.

Nach dem Rückbau von 5 auf 2 bis 3 Geschosse entstanden sehr begehrte Reihenhäuser im Neustädter Feld. Weithin sichtbares Zeichen für eine gravierende, städtebaulich interessante und gleichzeitig wirksame Maßnahme des Stadtumbaus ist der Abriss der 16-geschossigen Wohngebäude.

 

Das Redaktionsteam

Die Herausgeber des "FORUM STADTUMBAU" setzen sich aus den an den Planungen und Umsetzungen des Programms Stadtumbau Ost beteiligten Vorständen der Wohnungsbaugenossenschaften, der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg, dem Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, dem Haus & Grund Magdeburg e.V. sowie dem Baudezernat der Landeshauptstadt Magdeburg zusammen.

 

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Landeshauptstadt Magdeburg
STADTPLANUNGSAMT
An der Steinkuhle 6
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Telefon 0391/540-5424
Fax 0391/540-5292
E-Mail: stadtplanungsamt@magdeburg.de

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