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Samstag, 07.01.2012 Zurück zur News-Startseite

„Andrea“ wütet: Sturm reißt Dach ab und versenkt Schiffsluke im Schleusenhafen

Magdeburg Ab 13.30 Uhr in der Unwetterwarnung angekündigt, war Sturmtief „Andrea“ am Donnerstagmittag beängstigend pünktlich. Fast auf die Minute genau rasten von Regen und Gewitter begleitete Sturmböen durch Magdeburg. Geschwindigkeit: 82 Stundenkilometer, Windstärke 9! Bis Freitag früh gegen 4 Uhr wütete der Sturm. Die schlimmsten Verwüstungen laut Feuerwehrangaben: Gegen 13.40 Uhr wurden in der Sandtorstraße ca. 150 Quadratmeter Dachfläche eines Heizkraftwerkes heruntergerissen. Dramatisch: Die losen Dachteile drohten in die Versorgungsleitung einer Trafoanlage zu geraten. Vorsorglich schaltete der Netzbetreiber Trafo und Leitungen ab. Bei den Sicherungsarbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Er wurde mit Schnittverletzungen an der Hand im Krankenhaus behandelt. Im Einsatz in der Sandtorstraße waren 15 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rothensee und der Berufsfeuerwehr.

Tauchergruppe war im Schleusenhafen im Einsatz

Um 16.30 Uhr stürzte eine Pappel und knickte dabei drei Maste einer Stromleitung auf der Welsleber Straße um. Die Feuerwehr beseitigte das Baumhindernis, die SWM sicherten die Stromleitung. An einem Haus wurde der Dachstuhl durch den umfallenden Baum beschädigt, berichtete die Einsatzleitung. Am späten Nachmittag war der Schiffsverkehr bedroht. Der Sturm hatte die Ladeluke eines Binnenschiffes im Schleusenvorhafen des Mittellandkanales von Bord gerissen. Gegen 17 Uhr kam die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr zum Einsatz. Mit Hilfe der Spezialtechnik der Wasserrettung wurde gemeinsam mit der Schiffsbesatzung die Luke aus dem Kanal geborgen. Infolge des Sturms kam es außerdem zeit- und gebietsweise zu Stromausfällen, die Straßenbeleuchtung ging aus. Mitarbeiter von SWM und Tiefbauamt waren vor Ort.

Mehrere Bäume wurden im Stadtgebiet entwurzelt. Gegen 14 Uhr traf es einen Großbaum in der Hans-Grade-Straße. Er stürzte quer über die Fahrbahn, der Verkehr kam zum Erliegen. Feuerwehrleute arbeiteten sich mit Kettensägen durch das Geäst. Gegen 14.30 Uhr war die Straße wieder frei.

Schranke stürzt auf Auto, Blitz schlägt in Baum ein

In Alt-Olvenstedt riss der Wind eine acht Meter hohe Tanne um. In der Gellertstraße und in der Turmschanzenstraße brach der Wind gleichfalls Bäume. Die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz, um Hilfe zu leisten. Durch die Robert-Koch-Straße rollten Con tainer und krachten gegen ein Auto – Sachschaden. Beatrix Mertens von der Polizei-Pressestelle informierte, dass gegen 14.30 Uhr der Blitz in einenBaum in der Brückstraße eingeschlagen hatte. Er landete auf dem Radweg, wurde von der Feuerwehr beräumt. In der Innenstadt fegten immer wieder Äste und Pappkartons durch die Straßen, die Bäume bogen sich bedrohlich. In Ottersleben wurden Zäune abgeknickt, am Siemensring zerriß es Werbefahnen, gleichfalls in Buckau, Baustelle ehemaliges Weinertwerk. Pech hatte ein Autofahrer, der im Breiten Weg mit seinem Fahrzeug die Einfahrt einer Tiefgarage passierte. Der Sturm hob die Schranke aus der Halterung. Sie fiel auf das Auto und beschädigte es. In der Johannes-Göderitz-Straße wurde die Tür einer Stromverteiler-Station weggerissen. Um 20.16 Uhr stürzten in der Schilfbreite Teile einer Häuserfassade ab. Die Feuerwehr sicherte. Noch um 2.10 Uhr musste die Feuerwehr eine umgestürzte Birke vom Dach eines Bürohauses im Jahnring beseitigen, sagte gestern Einsatzdienst Michael Hering.

Wetterdienst: Am Wochenende bleibt es stürmisch

Laut Uwe Peruth vom Deutschen Wetterdienst in der Aßmannstraße hatte das Sturmtief mit Windstärke 9 Magdeburg durchaus heftig getroffen. Prognostiziert waren allerdings sogar 100 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit. Auf dem Brocken waren am Donnerstag im hiesigen Flachland unvorstellbare 162 Stundenkilometer erreicht worden. Gestern Morgen herrschte vergleichsweise relative Sturmruhe, zeitweise schien sogar die Sonne. Am Nachmittag zogen wieder Wolken auf und der Wind frischte auf. Peruths Kollege Mario Brych hat Windspitzen um 30 Stundenkilometer (etwa Windstärke 5 ) gemessen. Für den heutigen Sonnabend sei wieder mit stärkerem Wind zu rechnen – bis Sturmstärke 7, prognostizierte der Meteorologe.

Autor: Karl-Heinz Kaiser (Magdeburger Volksstimme)

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