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Samstag, 04.02.2012 Zurück zur News-Startseite

Köder kontert Fragen zu Sternsee, Olven 1 und Abriss

Volksstimme: Wie haben Sie die ersten Monate als Stadtteilmanager in Olvenstedt erlebt? Was hat Sie begeistert, was geärgert?

Stefan Köder: Mich freut es, dass man bei schönem Wetter auf Olven 1, wenn auch noch Markttag ist, vor dem Eiscafé Pinguin fast schon ein bisschen südländisches Flair erleben kann. Und dass man dort dazu noch einen guten Espresso serviert bekommt! Außerdem ist Neu-Olvenstedt sehr grün und ruhig. Hier kann man gut und sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein – auch für Kinder und Familien eine tolle Sache!

Ärgerlich finde ich, dass durch einige Entscheidungen in der Vergangenheit, zum Beispiel dass Nahversorger und Geschäfte sich inzwischen am Olvenstedter Scheid konzentrieren, das ehemalige Zentrum mit Marktbreite und Olven 1 leider an Lebendigkeit und Kaufkraft verloren hat. Durch diese Entwicklung ist es schwierig geworden, den Platz und die Geschäfte dort mehr zu beleben. Trotzdem sollte das möglich sein, gerade auch mit der tollen neuen Bebauung der Wohnungsgenossenschaft „Post und Energie“. Und mit einer Verschönerung des Umfelds mit Sternsee und Olven 1 sowie mit neuen Bewohnern. Die Eigenheim-Bewegung im Stadtteil, zum Beispiel am Düppler Grund, lässt darauf hoffen.

Volksstimme: Was erhoffen Sie sich noch von der genannten „Eigenheim-Bewegung“?

Köder: Die geplante Bebauung mit Eigenheimen am Düppler Grund, am Carl-Krayl-Ring, später auch am Rennebogen schafft Qualitäten für den Stadtteil: mehr Durchmischung, Kaufkraft und perspektivisch konstante oder sogar steigende Einwohnerzahlen. Natürlich schaffen diese Bebauungen auch Fakten für die nächsten Jahrzehnte, deswegen ist es wichtig, hier so sensibel zu planen, dass sowohl die Zuzügler als auch die Nachbarschaften und bestehenden Einrichtungen möglichst gut berücksichtigt werden, also zum Beispiel kurze Wege, Kontaktmöglichkeiten über Plätze und Spielorte sowie genügend Grün. Da haben alle was davon, und es gibt ein Mehr an Lebensqualität – das ist wichtig für die nachhaltige Entwicklung des Stadtteils.

Volksstimme: Zum Thema „Stadtumbau Ost“: Worauf müssen sich die Olvenstedter in diesem und den nächsten Jahren einstellen? Köder: Positiv ist, dass die Wohnungsunternehmen, die Städtischen Werke Magdeburg und die Stadtverwaltung im Vorjahr so gut wie alles in den geplanten Zeiträumen umgesetzt haben, was in der Quartiersvereinbarung für 2011 zum Stadtumbau festgelegt wurde. Generell gilt: Der große Abriss ist eher vorbei, künftig wird nicht mehr so massiv, sondern eher punktuell zurückgebaut werden.

Volksstimme: Es gab 2011 große Diskussionen um den Sternsee? Was können Sie zur Perspektive dieses Geländes sagen?

Köder: Auch hier geht es voran. Unter Federführung des Stadtplanungsamtes wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt, der Bürgerinitiative und des Stadtrates und mir als Stadtteilmanager ins Lebens gerufen. Hintergrund ist der erfolgreiche Antrag des Olvenstedter Stadtrats Bernd Krause. Damit wurde die Verwaltung beauftragt hat, ein Konzept zur Aufwertung des Areals Sternsee/Olven 1 zu erarbeiten. Ideen gibt es viele. So sollten rings um den Sternsee die Wege, insbesondere für ältere Menschen, Rollstuhlfahrer oder für Kinderwagen, leichter zu begehen sein, sprich neu gepflastert und barrierefrei. Wenn möglich, könnte der Sternsee, wie in der AG Gemeinwesen vorgeschlagen, auch zum Angeln genutzt und über den Anglerverband gepflegt werden, das wäre eine tolle Sache.

Die angrenzenden sanierten Wohn- und Geschäftsräume am Olven 1 sind sehr attraktiv geworden. Schön wäre es, neben dem Eiscafé einen weiteren „Magnet“ am Olven 1 zu etablieren, zum Beispiel ein Restaurant. Und langfristig müssen wieder die abmontierten runden Bänke auf den Platz, die gehören einfach zu Olven 1! Volksstimme: Was haben Sie in diesem Jahr außerdem vor?

Köder: Ich möchte gerne den Ausbau von Kita-Plätzen unterstützen, wie den geplanten Naturkindergarten des Spielwagen e.V. mit einem für Magdeburg einzigartigen Konzept. Sehr wichtig ist mir, bei allen Fragen zur Stadtteilentwicklung die „wahren Experten“ in Olvenstedt zu Wort kommen zu lassen: die Bewohnerinnen und Bewohner und Akteure hier vor Ort!

Außerdem möchte ich gern einen Stadtteil-Kunstspaziergang organisieren, mit Künstlern, die früher hier mit ihren Werken ihre Spuren hinterlassen haben. Ihre damaligen Arbeiten von „Kunst am Bau“ sollten gewürdigt und freigelegt werden. Dazu möchte ich gern junge Künstlerinnen und Künstler und weitere Interessierte einladen, um den Austausch und vielleicht ein weiterführendes, neues Projekt daraus zu ermöglichen.

Ein weiteres Thema ist die Förderung des sicheren Fuß- und Radverkehrs und Beseitigung von Gefahrenstellen. Nicht zuletzt möchte ich mit den Vereinen und Einrichtungen wieder ein gemeinsames Sommerferien-Programm für Kinder und Jugendliche in Neu-Olvenstedt aufziehen und publik machen. Den Kindern gehört die Zukunft! Sie zu unterstützen ist nicht nur einer der wichtigsten Belange für das Stadtteilmanagement, sondern bedeutet ja nicht nur Arbeit, sondern vor allem auch viel Freude und Spaß.

Kontakt: Büro für Stadtteilarbeit Neu-Olvenstedt, Scharnhorstring 38, Tel. 55 92 37 15, Mail: Stefan.Koeder@internationaler-bund.de , Sprechzeiten: donnerstags 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie nach Absprache

Quelle: Magdeburger Volksstimme

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